Am 18.09. stand die nächste Reise in die Live-Music Hall Weiher auf dem Programm. Der kleine Ort im Odenwald wurde dieses Mal von einem besonders interessanten Black Metal Line Up besucht: Unter dem Banner Demonology presents: Aschenpfade Vol.1 stellt die Kölner Band Surtalog eine kleine Tour auf die Beine, die sie komplett aus eigener Tasche finanzieren. An jedem Abend wechseln die Bands, die mit dabei sind und so waren an diesem Abend Nocturnis und Eïs mit an Bord. Letztere spielten eine ihrer vorerst letzten Live-Shows, da sie nun eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen werden.
Konzertbericht
Aschenpfade Vol.1 - Live-Music Hall Weiher - 18.09.26
Nocturnis live
Los ging es mit Nocturnis aus Offenburg, die die Live Music Hall mit Finsternis überzogen. Ihr deutschsprachiger Black Metal kam einem unheiligen Ritual gleich, das sie uns mit nur wenigen Ansagen servierten. Musikalisch legten sie gleich zu Beginn ein ordentliches Tempo vor, doch sie ließen es auch immer wieder ruhiger angehen. Diese langsamen Passagen erzeugten eine bedrückende Stimmung, die auch von Nebelwerfern passend untermalt wurde. Das war ausgesprochen gut. Zum Abschluss ihres sechs Songs umfassenden Set hatten sie Dämmernis, ihre neueste Single aus dem bald erscheinenden Album dabei, ein sehr schöner Abschluss.
Surtalog live
Die Zweiten im Bunde waren gleichzeitig auch die heutigen Gastgeber. Surtalog aus Köln brachten Progressive Pagan Black Metal mit sich, der sich rund um Surtur und das mit ihm verbundene Ragnarök drehte. Neben älteren Songs wie etwa Schwertsturm hatten sie auch einige brandneue Songs dabei, so zum Beispiel auch Surtur entfache dein Feuer. Musikalisch gaben sie immer wieder ordentlich Gas, doch das Tempo wurde regelmäßig von experimentellen Abschnitten unterbrochen, die nicht so recht zum Rest des Stils passen wollten. Auf mich persönlich wirkten sie meist wie unterschiedliche Songs in Einem. Insgesamt war das ein Auftritt, der durchaus seine Momente hatte, insgesamt fehlte mir aber das gewisse Etwas.
Eïs live
Für den krönenden Abschluss sorgten schließlich Eïs mit ihrem frostigen Melodic Black Metal. Die Band um Alboin am Gesang bot uns einen schönen Querschnitt ihrer Diskographie und so ging es u.a. Durch lichtlose Tiefen oder Über den Bannstein. Wir spürten Winters Schwingenschlag aus den Patina Album, was für einen besonders schönen Moment sorgte. Nach Stillstand & Heimkehr beendete schließlich der Mann aus Stein dieses erlesene Set.
Muskalisch zeigten sich Eïs wie gewohnt von ihrer besten Seite: Abarus und Wylk präsentierten sich äußerst präzise an den Gitarren und stellten ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Dahinter ließ Torrent die Drum Sticks glühen und sorgte mit einer Menge Tempo für kreisende Köpfe im Publikum. Alboin spielte seinen Bass zwischenzeitlich vor der Bühne und verlieh dem Gesamtbild mehrfach etwas erhabenes. Zum Abschluss wies er ausdrücklich auf den Merch von Nocturnis und Surtalog hin und betonte, dass die Leute lieber bei den anderen beiden Bands kaufen sollten.
Alles in allem ein gelungener Abend, der jedoch noch etwas besser besucht hätte sein können.
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