Seit vielen Jahren findet das Rock im Wingert im Bad Dürkheimer Stadion Trift statt und so war es am 04.07. endlich wieder soweit: das vom Rockwinzer e.V. organisierte Festival öffnete seine Tore, um insgesamt 1.500 Gäste begrüßen zu können. Das Line-Up bot jede Menge Abwechslung, denn während Samarah und Monetz eher klassischere Klänge mitbrachten, sorgten King Nugget Gang und Bluthund für Sprünge in den modernen Sound. Als Headliner standen Völkerball auf dem Programm, für die es die größte Bühne bei Rock im Wingert jemals gab. Jede Menge Stände sorgten für das leibliche Wohl, während kleinere Infostände u.a. das Fallen Fortress Open Air beworben, das in der selben Location stattfindet. Alles in allem sein toll organisiertes Festival, mit super netten Leuten und einer gemütlichen Atmosphäre. Aber der Reihe nach:
Konzertbericht
Das Rock im Wingert 2026 in Bad Dürkheim
Musikverein Leistadt e.V. live
Eröffnet wurde das Festival vom Musikverein Leistadt, die uns ausgestattet mit u.a. Tuba, Posaune, Fagott und Trompete bekannte Songs wie Bella Napoli, Narcotic, Smoke on the Water, Auf uns oder Born to be Wild präsentierten. Schon jetzt trauten sich einige Besucher vor der Bühne und klatschten eifrig mit. Das war ein durchaus cooler Start ins Festival, manche Songs wurden extra dafür einstudiert.
Samarah live
Weiter ging es mit dem Duo Samarah aus Saarbrücken, die Alternative Metal im Gepäck hatten. Mit Gitarre, Schlagzeug und Gesang hatten sie neben eigenen Songs auch einige Cover dabei, u.a. Enjoy the Silence, Maniac und Kids in America. Insgesamt ein solider Auftritt, die Zuschauer hatten ihren Spaß. Es war ein solider Auftritt, doch musikalisch fehlte hier ein wenig die Abwechslung.
King Nugget Gang live
Als nächstes stand Heavy Fast Food Trap auf der Speisekarte, denn die King Nugget Gang lud zum All You Can Eat. Sie heizten uns mit Hits wie Bier&Bratwurst, Dino Nuggets, Smash oder Supersize ein. Ulle und Luke kamen an die Absperrung, um gemeinsan mit der Crowd zu performen. Zu Eis geht immer kam Ulle sogar vollständig zu uns herrunter und eröffnete den Eisverkehr vor der Bühne. Sie hatten gleich vier Songs über Burger auf der Speisekarte stehen, doch auch der Döner Kebab sollte Mit Alles & Scharf nicht zu kurz kommen. Insgesamt verwandelten sie die Wiese in eine große Tanzfläche und zum abschließenden Nudelsong holten sie sich Stagehand Simon als Verstärkung auf die Bühne. Für die Fans gab es wie immer Poolnudeln, das war eine sehr tolle Party.
Montez - Volbeat Coverband live
Es folgten nun die Hits der Dänen Volbeat, die uns von Montez aus Speyer präsentiert wurden. Neben Klassikern wie Fallen, Sad Man's Tongue, Heaven Nor Hell oder Still Counting gab es auch neuere Songs wie By a Monsters Hand oder The Devils Bleeding Crown zu hören. Das Publikum hatte sichtlich Spaß dabei und feierte auch Lola Montez, For Evigt oder Evelyn. Im Laufe des Sets hatten fast alle Bandmitglieder gesangsanteile und gegen Ende kamen auch ein Circle Pit und eine kleine Wall of Death zu Stande. Der Auftritt ansich wirkte sehr routiniert, musikalisch ist hier allerdings noch Luft nach oben.
Bluthund live
Als Vorletztes gingen Bluthund aus Berlin ins Rennen. Das Quartett hatte eine spannende Mischung aus Rap, Metal und Elektronik dabei, die eine Menge Bewegung vor der Bühne auslöste. Leider hatten sie zwischendurch mit einigen technischen Problemen zu kämpfen, lösten das Ganze aber durchaus kreativ und führten kurzerhand eine Slayer Meditation durch. Danach konnte die Party aber weitergehen und die Band gab alles. Sie hatten jede Menge Wut dabei und spielten uns Songs wie Scheisswut, Hass Hass Hass, aber auch Henne und Ei, Wir fackeln alles ab oder Egal. Sänger Abraxas stürzte sich samt Bürostuhl in den Circle Pit und kletterte am Ende sogar auf das Gerüst der Bühne. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Auftritt der viel Spaß gemacht hat.
Völkerball live
Zum großen Finale brannten Völkerball im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Feuerwerk ab. Sie spielten die Hits und Klassiker von Rammstein nicht einfach nur, sie lebten diese Show. Was bei den Outfits anfing, ging über Pyrotechnik und Special Effects bis hin zum BÜhnenbild insgesamt. Die Show begann mit einem lauten Knall und von jetzt auf gleich waren alle wieder wach. Mit dem einletenden Feuer Frei! wurde gleich zu Beginn ein Vorgeschmack auf das gegeben, was sie in den nächsten 2 Stunden auf Lager hatten. Sänger René Anlauff kam von oben zu uns herab geschwebt und verkörperte Till Lindemann nicht nur gesanglich, sondern auch in Gestik und Mimik war er sehr ausdrucksstark. Er erzählte auch, dass er sich nicht so viel wie sonst über die Bühne bewegen könne, da er erst kürzlich eine Hüft-OP hinter sich hatte. Für den Song Puppe schob er einen riesigen Kinderwagen auf die Bühne, der zum Ende hin brannte. Keyboarder Andreas Schanowski spielte auf dem berühmten Laufband und ließ sich in einem aufblasbaren Boot über die Menge tragen. Neben den bereits erwähnten Klassikern wie Sonne, Du Hast, Ich Will, Waidmanns Heil oder Du Riechst So Gut gab es auch einige neuere Songs wie Ausländer, Radio oder Dicke Titten zu hören. Ein brennendes Herz unterstrich das Bühnenbild zum passenden Song und als absoluter Höhepunkt wurde René am Ende zum Engel. Mit großen Flügeln schwebte er empor, die neben Feuer auch grelle Funken warfen. Besonders schön waren auch Ohne Dich und das schließende Zeit, als Band und Publikum gemeinsam sangen und das Stadion zum Leuchten brachten. Nach diesem durchaus sehr beeindruckenden Auftritt gab es auch noch was zu gewinnen, denn Völkerball ermitteln per Messgerät die lauteste Crowd des Jahres. Am Ende versprachen sie Wohnzimmerkonzerte. Alles in allem war das wirklich sehenswert und hat sich voll und ganz gelohnt.
Impressionen
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